Darstellung der Treffer

Nach einem Suchvorgang werden Ihnen die gefundenen Treffer in Form einer Verweis-Liste angezeigt. Welcher Treffer zuoberst angezeigt wird, hängt von verschiedenen Faktoren ab. In diesem Kapitel lernen Sie diese Faktoren kennen. Weiter erfahren Sie, welche Möglichkeiten es zur Darstellung der Treffer gibt.

 

Allgemeines zur Trefferanzeige

Cache

Werbung

Wählbare Treffer-Anzeige

Anzeige von Bild-Treffern

Trefferanzeige mittels Visualisierung

Allgemeines zur Trefferanzeige

Die Treffer werden in Form einer Verweis-Liste angezeigt. Aufgrund der Menge der Dokumente im Internet müssen die Verweise sinnvoll sortiert werden. Meist wird diese Liste nach der Relevanz der gefundenen Webdokumente (Ranking) erstellt. Die Qualität des ersten Treffers auf der Trefferliste hängt also nebst der Suchstrategie und der Qualität der Suchmaschine auch stark von der Leistungsfähigkeit der Rankingalgorithmen der Suchmaschine ab.

Zu der Trefferanzeige gehört zudem die Angabe, wie viele Resultate insgesamt gefunden wurden und wie lange die Suche gedauert hat.Bei jedem Internetsuchdienst werden auf der Resultatseite mindestens die URL und der Dokumenttitel jedes Treffers angezeigt. Die meisten Dienste präsentieren zusätzlich Ausschnitte, Stichworte oder Zusammenfassungen aus den Originaldokumenten, sowie zusätzliche Angaben wie Erstellungsdatum, Dateigrösse, etc.. Zum Teil ist die Ausführlichkeit der Ergebnismenge stufenweise einstellbar. Das Ranking kann auch farbig oder graphisch aufbereitet sein. Die für die Suche verwendeten Begriffe können in der Trefferliste auch durch Fettdruck oder Farbe hervorgehoben sein. Oft ist auf der Trefferanzeige auch ersichtlich, wie die Suche formuliert wurde . Bei Google beispielsweise wird dies am Anfang der Trefferliste angezeigt.  Danach folgt die „Statistikleiste“ [9] welche Angaben über die derzeit angezeigten Treffer enthält (1-10), die gesamthaft gefundenen Treffer (ungefähr 42‘400‘000) und die Dauer der Suche (0.38 Sekunden).

 

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Cache

Google bietet zu den einzelnen Treffern den Link „Im Cache“ an. Diese Funktion kann sehr nützlich sein, sollte eine Webseite einmal nicht zugänglich sein, denn man hat die Möglichkeit, ein Abbild der gewünschten Seite zum Zeitpunkt der letzten Indexierung durch Google anzusehen. Je nach Wichtigkeit der Seite, wie sie von Google eingeschätzt wird, kann dieses Abbild sehr aktuell sein. Zusätzlich markiert Google die Suchbegriffe mittels gelber Hervorhebung.

Abb. 20: Cache-Ansicht (auf Bild klicken)
Abb. 1: Cache-Ansicht

Werbung

Google finanziert sich, wie auch viele andere Internetsuchdienste, mit Werbung. Eine Möglichkeit hierfür sind die farbig hinterlegten „Treffer“ zuoberst in der Trefferanzeige (zusätzlich gekennzeichnet mit „Anzeigen“). Zudem werden dem Nutzer im Block rechts weitere kommerzielle Angebote zu seiner Suchanfrage angeboten.

Hier finden Sie die detaillierte Beschreibung der Google-Trefferseite.

Wählbare Treffer-Anzeige

Nebst der durch das Ranking vorgegebenen Reihenfolge, können die Suchergebnisse bei einigen Suchdiensten wahlweise noch nach Datum, URL oder ähnlich geordnet ausgegeben werden. Auch die Gruppierung der nachgewiesenen Ergebnisse nach Servern oder die Option der Einschränkung der ausgegebenen Treffer auf einen bestimmten Server ist vereinzelt möglich.

Anzeige von Bild-Treffern

Bei Suchdiensten für Bilder werden die Suchergebnisse meistens durch Thumbnail-Darstellungen der gefundenen Bilder ergänzt.

Abb. 21: Thumbnail-Ansicht bei Bildersuche (auf Bild klicken für Suche)
Abb. 2: Thumbnail-Ansicht bei Bildersuche (auf Bild klicken für Suche)

Trefferanzeige mittels Visualisierung

Die Ergebnisse von Suchanfragen können mit Hilfe verschiedener Methoden visualisiert werden:


Ergebnisvorschau

Die Ergebnisse einer Trefferliste können mittels Thumbnails visualisiert werden. So werden bei der Suchmaschine Exalead in der Trefferliste die Webseiten als Thumbnails angezeigt.

Es gibt Browser-Add-Ons wie Cooliris, die Vorschaubilder in rein textbasierte Suchmaschinen einbinden. Die Thumbnails werden je nach Add-On direkt oder erst durch einen Mouse-Over-Effekt angezeigt.

Clustering

Ein viel verbreitetes Tool ist das Clustering. Suchmaschinen mit Clustervisualisierung unterteilen die ermittelte Ergebnismenge in unterschiedlich grobe Kategorien und erleichtern dem Nutzer dadurch die Selektion, der für ihn relevanten Treffer. Die Cluster werden anhand verschiedener Ansätze berechnet und dargestellt.

Eine Suchmaschine, welche die Ergebnisse in Clusterform darstellt ist Liveplasma.

Abb. 5: Clustering von Liveplasma
Abb. 3: Clustering von Liveplasma

Die Clusterbildung spielt im Information Retrieval eine sehr wichtige Rolle. Somit können Dokumente nach gemeinsamen inhaltlichen Kriterien gruppiert werden und dem Benutzer auf diese Weise die fehlenden Kontextinformationen zur Verfügung stellen.

Darstellung von Relationen

Die Suchmaschine Volunia bietet neben verschiedenen Vorschaumöglichkeiten eine kartenartige Darstellung für die indexierten Websites an. Diese kann in der Trefferliste aufgerufen werden. Sie stellt aber im Gegensatz zu Kartoo nicht die Ergebnisliste der Suchanfrage dar, sondern zeigt die Beziehungen der gefundenen Webseite innerhalb ihrer gesamten Website an.

 

Abb. 4: Visualisierung der Website als Karte

Visualisierung geographischer Aspekte

Um richtige Karten in der Ergebnisliste geht es bei Google Maps. Mit diesem Dienst kann eine Adresse gefunden, eine Route berechnet oder die Suche mit Kartenmaterial verknüpft werden (z.B.  Branchen, Webseiten, Wikipedia-Artikel zu Orten des Kartenausschnittes). Zudem bietet Google Maps eine Verlinkung zu Fotos und YouTube-Filmen aus der gefundenen Region an.

 

Abb. 7: „Trefferansicht“ bei Google Maps
Abb. 5: „Trefferansicht“ bei Google Maps

Visualisierung kollaborativer Komponenten

Es gibt auch Suchmaschinen, die kollaborative Aspekte, wie Tagging, Nutzerbewertung oder Kommentarfunktionien unterstützen. Solche Suchmaschinen unterstützen diese Funktionalitäten häufig durch visuelle Komponenten. Dargestellt werden dabei in der Regel entweder, die in der Suchmaschine am häufigsten eingegebenen Suchanfragen, oder Schlagworte, die durch andere Nutzer einem Suchergebnis, einzelnen Dokumenten oder auch Suchanfragen durch das in gängigen Web 2.0. Anwendungen vorherrschende Prinzip des Tagging hinzugefügt wurden. Die Visualisierung dieser Tags erfolgt analog durch so genannte Tag-Clouds, in denen häufiger genannte Tags proportional größer dargestellt werden als weniger oft getaggte Schlagworte. Das Anklicken einzelner Tags führt in der Regel zur Durchführung einer neuen Suche mit dem angewählten Tag als Suchbegriff. Ein Beispiel für eine Suchmaschine mit Visualisierungen kollaborativer Komponenten ist Eurekster.

Als Vorteil einer visuellen Komponente dieser Art lässt sich der damit einhergehende „Vorschlagscharakter“ werten. Somit wird also der Mehrwert des kollaborativen Aspekts anhand der visuellen Aufbereitung dem Nutzer auf intuitive Weise zugänglich gemacht.

Visualisierung bei Ergebnismengenvergleich

Bei dieser Visualisierungsart geht es darum, die Ergebnismengen von mehreren Suchmaschinen miteinander zu vergleichen. Dadurch lässt sich ermitteln, wie stark sich Treffermengen und auch das Ranking bei den verschiedenen angebundenen Suchmaschinen unterscheiden und welche Treffer bei einer Suchanfrage als Schnittmenge von mehreren Suchmaschinen ermittelt wurden.

Die Metasuchmaschine SearchCrystal (nur noch als Demo Edtition aufrufbar) bietet eine vergleichende Visualisierung für die Suchdienste Yahoo!, Google, MSN, Ask und Exalead. Die Ergebnisdokumente werden kreisförmig ineinander geschachtelt, wobei die Relevanz von aussen nach innen zunimmt. Das heisst, Dokumente die sich im Zentrum befinden, werden von mehreren Suchdiensten nachgewiesen. Optional kann die Anordnung der Ergebnisse auch spiralförmig oder in Listenform erfolgen. In der Ergebnisdarstellung ist jedem Dokument ein Icon zugeordnet, dessen Größe, Farbe und Form abhängig vom referenzierenden Suchdienst ist, seiner dortigen Rankingposition, sowie der Anzahl der Suchdienste, bei denen der Treffer nachgewiesen wurde.

Eine weitere Visualisierung von Ergebnismengen unterschiedlicher Suchmaschinen wurde von Christian Langreiter entwickelt und wird bei der als Experiment betriebenen Metaanalyse-Suchmaschine „Yahoo! vs. Google“ (Vergleich nur anhand des US-Rankings) angeboten. Dabei gehen aus der Visualisierung Unterschiede in den Treffermengen und im Ranking der gefundenen Dokumente bei beiden Suchdiensten hervor. Der grundsätzliche Mehrwert bei der Visualisierung von Ergebnismengen liegt auf der Hand: Der Vergleich mehrerer Ergebnismengen unterschiedlicher Suchmaschinen in der traditionellen Listenform ist für den Benutzer wesentlich mühsamer zu erfassen, als über eine Visualisierung. Bei den beiden dargestellten Beispielen ist sofort ersichtlich, welche Rankingposition die jeweiligen einzelnen Treffer in ihrer Ergebnisliste belegen.