Das File Transfer Protocol (engl. für Dateiübertragungsverfahren) ist ein Netzwerkprotokoll zur Dateiübertragung über TCP/IP-Netzwerke. FTP ist in der Anwendungsschicht des TCP/IP-Protokollstapels angesiedelt. Es wird benutzt, um Dateien vom Server zum Client (Download), vom Client zum Server (Upload) oder clientgesteuert zwischen zwei Servern zu übertragen.
Das signifikanteste Merkmal von FTP ist die Trennung von Daten- und Kontrollfluss. Über die Kontrollverbindung werden zunächst die Parameter der Datenübertragung wie Datentyp, Übertragungsmodus, durchzuführende Operationen usw. festgelegt. Erst wenn dies erfolgt ist, beginnt der eigentliche Datentransfer über die Datenverbindung. Sowohl der Verbindungsaufbau als auch die Steuerkommandos werden über die Kontrollverbindung realisiert.
Der FTP-Dienst wurde einst zur Übertragung grosser Datenmengen entwickelt. Dieser Dienst existierte schon lange vor dem WWW. Zum Zugriff auf FTP-Server sind eine Benutzerkennung und ein zughöriges Passwort nötig.
Das FTP-Verfahren kommt im Web meist beim Download von Daten zum Tragen. Häufig bemerken Benutzer gar nicht, dass zum Zeitpunkt der Übertragung von Dateien von HTTP auf FTP gewechselt wird. Beim Zugang zu FTP-Verzeichnissen über einen Web-Browser wird die Benutzeranmeldung vom Browser automatisch vorgenommen und das FTP-Dateiverzeichnis wird im „Look and Feel“ des WWW angezeigt. Das Spektrum der verfügbaren Daten auf FTP-Servern ist sehr breit gefächert. Beispiele für diese Daten sind z.B. Public Domain, Freeware und Shareware für alle Rechnertypen, Treiber, Updates, Forschungsberichte, FAQ-Dateien, Videodateien etc.