Trefferanzeige

Die Treffer werden in Form einer Verweis-Liste angezeigt. Aufgrund der Menge der Dokumente im Internet müssen die Verweise sinnvoll sortiert werden. Meist geschieht dies nach der berechneten Relevanz der gefundenen Webdokumente (Ranking). Die Qualität des ersten Treffers auf der Trefferliste hängt also neben der adäquaten Suchstrategie und der Qualität der Suchmaschine auch stark von der Leistungsfähigkeit der Rankingalgorithmen der Suchmaschine ab.
Zu der Trefferanzeige gehört zudem die Angabe, wie viele Resultate gefunden wurden und wie lange die Suche gedauert hat.

Bei jedem Internetsuchdienst werden auf der Resultatseite zumindest URL und Dokumenttitel jedes Treffers angezeigt. Die meisten Dienste präsentieren zusätzlich Ausschnitte, Stichworte oder Zusammenfassungen aus den Originaldokumenten, sowie zusätzliche Angaben wie Erstellungsdatum, Dokumentengrösse und so weiter. Zum Teil ist die Ausführlichkeit der Ergebnismenge stufenweise einstellbar. Das Ranking ist teilweise auch farbig oder graphisch aufbereitet. Die für die Suche verwendeten Begriffe werden in den Angaben der Treffer manchmal durch Fettdruck oder Farbe hervorgehoben.

Oft ist auf der Trefferanzeige noch ersichtlich, wie die Suchstrategie ausgesehen hat. Bei Google ist das zuoberst der Fall. Danach folgt die „Statistikleiste“ [1], welche Angaben über die derzeit angezeigten Treffer enthält (1-10), die gesamthaft gefundenen Treffer (ungefähr 42‘400‘000) und die Dauer der Suche (0.38 Sekunden).

Google bietet zu den einzelnen Treffern den Link „Im Cache“ an. Diese Funktion kann sehr nützlich sein, sollte eine Webseite einmal nicht zugänglich sein, denn man hat die Möglichkeit, ein Abbild der gewünschten Seite zum Zeitpunkt der letzten Indexierung durch Google anzusehen. Je nach Wichtigkeit der Seite, wie sie von Google eingeschätzt wird, kann dieses Abbild sehr aktuell sein. Zusätzlich markiert Google die Suchbegriffe mittels gelber Hervorhebung.

Abb. 20: Cache-Ansicht (auf Bild klicken)
Abb. 1: Cache-Ansicht (auf Bild klicken)

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Google finanziert sich, wie auch viele andere Internetsuchdienste, mit Werbung. Eine Möglichkeit hierfür sind die farbig hinterlegten „Treffer“ zuoberst in der Trefferanzeige (zusätzlich gekennzeichnet mit „Anzeigen“). Zudem werden dem Nutzer im Block rechts weitere kommerzielle Angebote zu seiner Suchanfrage angeboten.

Hier finden Sie die detaillierte Beschreibung der Google-Trefferseite.

Ausser der durch das Ranking vorgegebenen Reihenfolge können die Suchergebnisse bei einigen Suchdiensten wahlweise noch nach Datum, URL oder ähnlich geordnet ausgegeben werden. Auch die Gruppierung der nachgewiesenen Ergebnisse nach Servern oder die Option der Einschränkung der ausgegebenen Treffer auf einen bestimmten Server ist vereinzelt möglich.

Bei Suchdiensten für Bilder werden die Suchergebnisse meistens durch Thumbnail-Darstellungen der gefundenen Bilder ergänzt.

Abb. 21: Thumbnail-Ansicht bei Bildersuche (auf Bild klicken für Suche)
Abb. 2: Thumbnail-Ansicht bei Bildersuche (auf Bild klicken für Suche)

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Bei der Google Patent Search kann gewählt werden, wie die Resultateliste angezeigt werden soll. Zudem kann bestimmt werden, wie die Treffer sortiert werden sollen (Ranking oder nach zeitlichen Aspekten)

Abb. 3: Trefferansicht bei Google Patents „List“
Abb. 3: Trefferansicht bei Google Patents „List“ (auf Bild klicken für Suche)
Abb. 4: Trefferansicht bei Google Patents „Thumbnails“(Gleiche Suche)
Abb. 4: Trefferansicht bei Google Patents „Thumbnails“(Gleiche Suche)

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Trefferanzeige mittels Visualisierung

In letzter Zeit kann ein Trend zur Visualisierung der Ergebnisse bemerkt werden. Konkrete Möglichkeiten sind:

Die theoretischen Grundlagen zur Visualisierung finden sich im Kapitel Anzeige und Sortierung der Suchmaschinentreffermenge.


Ergebnisvorschau

Die Visualisierung in Form einer Ergebnisvorschau wurde bereits gezeigt (z.B. die Ansicht Thumbnails bei Google Patents).
Zusätzlich gibt es Browser-Add-Ons wie Cooliris, die von Anbietern wie Websnapr oder Alexa zur Verfügung gestellte Vorschaubilder in rein textbasierte Suchmaschinen einbinden. Hierbei werden die Thumbnails je nach Add-On direkt oder erst durch einen Mouse-Over-Effekt angezeigt.


Clustering
Ein viel verbreiterter Mechanismus ist das Clustering. Suchmaschinen mit Clustervisualisierung unterteilen die ermittelte Ergebnismenge in unterschiedliche grobe Kategorien und erleichtern dem Nutzer dadurch die Selektion der für ihn relevanten Trefferbereiche. Die Cluster werden anhand verschiedener Ansätze berechnet und dargestellt.
Grokker (eng. To grok = begreifen, verstehen) ist hier sehr weit.

Abb. 5: Clustering von Grokker
Abb. 5: Clustering von Grokker

Weitere Dienste:
Die experimentelle, nicht kommerzielle Metasuchmaschine meX-Search, die von Karsten Knorr 2004 im Rahmen einer Diplomarbeit entwickelt wurde, teilt die Ergebnisse von Yahoo! in thematische Cluster auf und visualisiert diese.
Die Web-Suchmaschine Ujiko verwendet im Vergleich zu Grokker bzw. meXSearch eine völlig andere Clustervisualisierung. Über eine so genannte Circular Map werden ausschließlich Farbcodierungen zur Unterscheidung der Cluster verwendet

Die Clusterbildung spielt im Information Retrieval allgemein eine sehr wichtige Rolle, da hierbei Dokumente, so ähnlich wie dies bei Web-Katalogen der Fall ist, nach gemeinsamen inhaltlichen Kriterien gruppiert werden und dem Benutzer auf diese Weise die sonst bei Suchmaschinen fehlenden Kontextinformationen zur Verfügung stellen.

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Darstellung/Nachweis von Relationen

Die Metasuchmaschine Kartoo verwendet zu diesem Zweck eine Visualisierungsform, die an eine Landkarte mit topographischer Darstellung angelehnt ist. Hierfür werden die Treffer einer Suchanfrage nach Stichworten spezifiziert, unterteilt und als Höhenzüge dargestellt.
Bei der Visualisierung werden für unterschiedliche Dokumententypen jeweils unterschiedliche Icons in Form von kleinen Thumbnails verwendet, wobei die Größe eines Icons die Relevanz des dahinter liegenden Trefferdokuments repräsentiert. Im Zentrum der Relationendarstellung stehen Themenstichworte, welche als Ausgangsbasis für die Beziehungen zwischen den Ergebnisdokumenten dienen. Mit Hilfe von Mouse-Over-Effekten werden Verbindungslinien zwischen diesen Themenstichworten und/oder den Dokument-Icons von miteinander in Beziehung stehenden Treffern eingeblendet.

Abb. 6: Ergebnisvisualisierung als Landkarte
Abb. 6: Ergebnisvisualisierung als Landkarte

Der Visualisierungsansatz von Tianamo (zugangsbeschränkte Beta-Version) geht aber noch einen Schritt weiter als das Konzept von Kartoo. Tianamo verwendet zur Ergebnisvisualisierung ebenfalls eine topographische Darstellung, wobei im Gegensatz zu Kartoo eine dreidimensionale Kartendarstellung erfolgt.

Die Suchmaschine Webbrain, die auf dem Open Directory Project (ODP) aufbaut, verwendet für die Visualisierung einen eher an Mindmaps orientierten Ansatz. Die Struktur der Visualisierung ist dabei also nicht hierarchisch, sondern eher assoziativ angelegt. Hierdurch wird vor allem das Browsing in den Ergebnismengen unterstützt.

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Visualisierung geographischer Aspekte

Um richtige Karten in der Ergebnisliste geht es bei Google Maps. Mit diesem Dienst kann eine Adresse gefunden, eine Route berechnet oder die Suche mit Kartenmaterial verknüpft werden (z.B.  Branchen, Webseiten, Wikipedia-Artikel zu Orten des Kartenausschnittes). Zudem bietet Google Maps eine Verlinkung zu Fotos und YouTube-Filmen aus der gefundenen Region an.

Abb. 7: „Trefferansicht“ bei Google Maps
Abb. 7: „Trefferansicht“ bei Google Maps

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Visualisierung zeitlicher Aspekte

Bei Google Labs findet sich ein interessanter Ansatz der Visualisierung mit Zeitachsen. Mit einem Filter kann der Zeitraum bestimmt werden und oberhalb der Trefferliste befindet sich eine Zeitachse mit Balkendiagrammen pro Zeitraum. Durch einen Klick auf eine Säulengruppierung kann die Zeitachse feiner dargestellt werden und die Trefferliste passt sich entsprechend an.

Abb. 8: Visualisierung zeitlicher Aspekte
Abb. 8: Visualisierung zeitlicher Aspekte

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Visualisierung kollaborativer Komponenten

Suchmaschinen, die kollaborative Aspekte beinhalten, wie beispielsweise die Möglichkeit, Suchergebnisse durch Nutzer bewerten, taggen oder kommentieren zu lassen, unterstützen diese Funktionalitäten häufig durch visuelle Komponenten. Dargestellt werden hierbei in der Regel entweder die in der Suchmaschine am häufigsten eingegebenen Suchanfragen oder Schlagworte, die durch andere Nutzer einem Suchergebnis, einzelnen Dokumenten oder auch Suchanfragen durch das in gängigen Web 2.0 Anwendungen vorherrschende Prinzip des Tagging hinzugefügt wurden. Die Visualisierung dieser Tags erfolgt analog durch so genannte Tag-Clouds, in denen häufiger genannte Tags proportional größer dargestellt werden als weniger oft getaggte Schlagworte.  Das Anklicken einzelner Tags führt in der Regel zur Durchführung einer neuen Suche mit dem angewählten Tag als Suchbegriff. Ein Beispiel für eine Suchmaschine mit Visualisierungen kollaborativer Komponenten ist Eurekster.

Als Vorteil einer visuellen Komponente dieser Art lässt sich der damit einhergehende „Vorschlagscharakter“ werten. Somit wird also der Mehrwert des kollaborativen Aspekts anhand der visuellen Aufbereitung dem Nutzer auf intuitive Weise zugänglich gemacht.

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Visualisierung bei Ergebnismengenvergleich

Bei dieser Visualisierungsart geht es darum, die Ergebnismengen von mehreren Suchmaschinen miteinander zu vergleichen. Hierdurch lässt sich ermitteln, wie stark sich Treffermengen und auch das Ranking bei den verschiedenen angebundenen Suchmaschinen unterscheiden und welche Treffer bei einer Suchanfrage als Schnittmenge von mehreren Suchmaschinen ermittelt wurden.
Die Metasuchmaschine SearchCrystal  bietet eine vergleichende Visualisierung für die Suchdienste Yahoo!, Google, MSN, Ask und Exalead. Die Ergebnisdokumente werden kreisförmig ineinander geschachtelt angeordnet, wobei die Relevanz von aussen nach innen zunimmt, das heisst Dokumente im Zentrum wurden von mehreren Suchdiensten nachgewiesen. Optional kann die Anordnung der Ergebnisse auch spiralförmig oder in Listenform erfolgen. In der Ergebnisdarstellung ist jedem Dokument ein Icon zugeordnet, dessen Größe, Farbe und Form abhängig vom referenzierenden Suchdienst ist, seiner dortigen Rankingposition, sowie der Anzahl der Suchdienste, bei denen der Treffer nachgewiesen wurde.

Eine weitere Visualisierung von Ergebnismengen unterschiedlicher Suchmaschinen wurde von Christian Langreiter entwickelt und wird bei der als Experiment betriebenen Metaanalyse-Suchmaschine „Yahoo! vs. Google“  (Vergleich nur anhand des US-Rankings) angeboten. Dabei gehen aus der Visualisierung Unterschiede in den Treffermengen und im Ranking der gefundenen Dokumente bei beiden Suchdiensten hervor. Der grundsätzliche Mehrwert bei der Visualisierung von Ergebnismengen liegt auf der Hand: Der Vergleich mehrerer Ergebnismengen unterschiedlicher Suchmaschinen in der traditionellen Listenform ist für den Benutzer wesentlich mühsamer zu erfassen als über eine Visualisierung, aus der auf einen Blick zu sehen ist, welcher Treffer von welchem Suchdienst nachgewiesen wird. Bei den beiden dargestellten Beispielen ist sofort ersichtlich, welche Rankingposition die jeweiligen einzelnen Treffer in ihrer Ergebnisliste belegen.