Geschichtlicher Hintergrund

Im Internet nach Informationen zu suchen, war in seiner Anfangszeit schwierig. Es gab noch keine Möglichkeit das Internet zu durchsuchen. Der Benutzer musste die genaue Adresse kennen. um zu den gewünschten Daten zu gelangen oder Listen von Experten mit hilfreichen Adressen benutzen. Durch die steigende Anzahl der Internetnutzer und der damit einhergehenden Zunahme an Daten und Adressen wurde es immer schwieriger relevante Informationen zu finden. 1990 wurde jedoch an der McGill University in Montreal eine erste FTP-Suchmaschine, Archie, entwickelt. Diese ermöglichte es Datei- und Ordnernamen von FTP-Servern zu durchsuchen, jedoch nicht die Inhalte einzelner Dokumente. [1]

Weitere ähnliche Suchhilfen entstanden, bis 1993 mit dem World Wide Web Wanderer (WWWW) der erste Suchroboter für das WWW entwickelt wurde. Die folgende Ausbreitung von Suchmaschinen dieser Art führte zu einer weitgehenden Verdrängung der manuellen Verzeichnisdienste, die bis dahin das Web indexierten. Yahoo! ist eines der prominentesten Beispiele einer Suchmaschine, die ursprünglich als Verzeichnisdienst gegründet wurde [2].

Den Standard für Suchanfragen im Internet setzen heute die Suchmasken der gängigen Suchmaschinen wie Google oder Bing. Moderne Rankingverfahren ermöglichen einen raschen Überblick über die populärsten Dokumente zu einem gewünschten Thema. Abgesehen von der Tatsache, dass Internetsuchmaschinen in der Regel nur einen Ausschnitt der existierenden Informationen zu einem bestimmten Themengebiet liefern, erfolgt eine Suche bei diesen Diensten stets interdisziplinär. Dies führt häufig zu Massen unspezifischer Ergebnisdokumente die nicht mehr mit einem vernünftigen Aufwand auswertbar sind [3]. Spezialisierte Suchmaschinen wie Google Scholar oder BASE heben sich von allgemeinen Suchmaschinen dadurch ab, dass sie einen zielgerichteten Zugriff auf wissenschaftliche Ressourcen im Netz anbieten. Anders als allgemeine Suchmaschinen, die möglichst breit alle Arten von Webinhalten erschliessen, konzentrieren sich wissenschaftliche Suchmaschinen auf wissenschaftliche Informationen in Form von Textdokumenten.

 

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