Bewertung

Stärken

Stärken von Google Scholar sind Geschwindigkeit, einfache Suchoberfläche und Kompatibilität mit jeglichen Betriebssystemen und Browsern. Auszeichnend sind auch die umfangreiche Quellenauswahl an Zeitschriften und Büchern und die kostenlosen Volltexte. [20]

Ein weiterer Vorteil von Google Scholar ist, dass die Suchmaschine aktueller als viele Datenbanken ist. Neue Artikel werden automatisch erfasst und auch Beiträge im Preprint-Stadium werden indexiert. [21]

Gerade für ungeübte Nutzer ist Google Scholar reizvoll, da keine Kenntnisse über Klassifikation, Thesauri oder andere Formen eines kontrollierten Vokabulars nötig sind. [22]

Diskussion

Google Scholar bietet keine Transparenz über Umfang und Quellen, zudem haben Untersuchungen ergeben, dass einige der Partnerdatenbanken nur teilweise erfasst werden. Da dies nirgends öffentlich dokumentiert ist, können in Bezug auf Vollständigkeit keine verlässlichen Recherchen durchgeführt werden. [23]

Auch die Auswahlkriterien für wissenschaftliche Literatur werden nicht offen gelegt. Dadurch kann der Nutzer nicht wissen, ob die Suchmaschine für die Lösung seines Informationsproblems potenziell geeignet ist. Zudem werden auch studentische Arbeiten indexiert. [23]

Die Suchmaschine weist in einigen Wissensgebieten erhebliche Lücken auf. Auch die Suchmöglichkeiten sind im Vergleich mit Datenbanken relativ rudimentär und die Exaktheit der Treffer ist oft unzuverlässig [21]. So werden teilweise Untertitel als Autoren angezeigt oder Bestandteile der ISSN als Publikationsjahr interpretiert [24]. Weiter verfügt Google Scholar über keine verlässliche Dublettenkontrolle, sodass viele Beiträge mehrfach gelistet werden [20]. Dies hat zur Folge, dass auch die Zitationsanalyse fehlerhaft ist und das Ranking dementsprechend beeinflusst.