USP - Unique Selling Propositions

Die einfache Bedienbarkeit, die übersichtliche Trefferpräsentation sowie die Bearbeitungsgeschwindigkeit sind die herausragenden Aspekte von Google Scholar. Die wissenschaftliche Suchmaschine profitiert nicht nur von der Marke Google, sondern verwendet auch Teile des Google-Indexes. Besonders geeignet ist sie für thematische Suchanfragen. Google Scholar findet selbst zu den exotischsten Themen Beiträge und bietet zudem Zugang zu vielen Volltexten. [4]

Google Scholar sammelt nicht nur Daten, sondern wertet diese auch aus. So wird eine automatische Zitationsanalyse durchgeführt, bei der die Anzahl Zitationen eines Beitrags  unterhalb der Trefferanzeige ausgewiesen wird. Über den entsprechenden Link kann die Liste der verweisenden Beträge abgerufen werden.

Eine weitere Besonderheit ist die Gruppierung verschiedener Versionen einer Forschungsarbeit zu einem Suchtreffer. So werden beispielsweise Preprint, Konferenzpapier und Zeitschriftenartikel, welche auf derselben Forschungsarbeit basieren, zu einem Treffer gebündelt. Klickt man auf den Hyperlink „Alle Versionen“ so werden die zugehörigen Einträge angeführt.

Mit Hilfe dieser Funktionen versucht Google Scholar die Bedeutung eines Treffers aufzuzeigen und die unterschiedlichen Forschungsarbeiten eines Bereichs besser zu präsentieren. [5]

Umfang zugänglicher Daten

Der Betreiber selbst legt keine Daten betreffend der Anzahl Dokumente oder Quellen offen. Zudem ist es wegen grundlegender Softwareprobleme nicht möglich den Datenumfang zu beziffern [6]. Schätzungen ergaben, dass der Gesamtbestand sich im Jahr 2005 auf 2-7 Millionen Dokumente belief und im Jahr 2007 bereits auf ungefähr 25 Millionen angewachsen war. [7]

Google Scholar hat dank Kooperationen Zugang zu Inhalten von verschiedenen Fachverlagen, wobei einige dieser Partner nur Teilbestände für Google Scholar öffnen. Deshalb sind beispielsweise viele Zeitschriften unvollständig in der Suchmaschine erschlossen. Neben den Beständen von kommerziellen Informationsanbietern indexiert Google Scholar auch Open-Access-Dokumente, wobei die Abdeckung ausbaufähig ist. [6]

Der Fokus von Google Scholar liegt auf der Indexierung von wissenschaftlichen Zeitschriftenartikeln. Aus diesen Artikeln werden die Referenzen ausgewertet und im Suchmaschinenindex ergänzt. Google Scholar erfasst Zeitschriftenaufsätze (peer-reviewed), Konferenzbeiträge, Preprints, Postprints, Reports, Diplomarbeiten, Seminararbeiten sowie weitere Texttypen [8]. Zusätzlich werden digitalisierte Volltexte aus dem Digitalisierungsprojekt „Google Books“ berücksichtigt [5].

Die meisten indexierten Dokumente sind englischsprachig. Die Suchmaschine erschliesst aber wissenschaftliche Arbeiten aus der ganzen Welt in Französisch, Spanisch, Portugiesisch, Deutsch, Japanisch, Chinesisch, Koreanisch und Russisch. [6]

Ziele der Suchmaschine

Mit der Suchmaschine Google Scholar möchte Google wissenschaftliche Publikationen besser auffindbar machen. Zu diesem Zweck wurde das Erfolgsrezept der Universalsuchmaschine an die Anforderungen eines akademischen Umfelds angepasst. Zu den Kernfunktionen von Google Scholar gehört das Indexieren wissenschaftlicher Inhalte, die für herkömmliche Web-Crawler nicht erreichbar sind. Weiter spielt das Durchsuchen von Volltexten eine zentrale Rolle. [9]

Neben der Quellenbasis ist das Ranking der Treffer sehr wichtig. Google Scholar verfolgt das Ziel die Treffer so zu bewerten, wie es Forscher tun würden. [7]

Thematischer Schwerpunkt

Google Scholar positioniert sich als fachübergreifende wissenschaftliche Suchmaschine, die alle Disziplinen abdeckt. Nach Lewandowski [7] ist ein Schwerpunkt in den Bereichen Naturwissenschaft, Technik und Medizin erkennbar.